Schloss Hugenpoet

Die Wasserburg Hugenpoet ist Besitz der Reichsfreiherrn von Fürstenberg. 1955 wurde die Wasserburg zum Schlosshotel umgebaut. Sie finden das erstklassige Hotel in den Reiseführern Michelin, Varta und Gault-Millau.
Die Kettwiger Museumsfreunde durften dankenswerterweise den Bestand an alten Dokumenten aus dem Archiv der Freiherrn Fürstenberg nutzen für die Orts- und Wirtschaftsgeschichte von Kettwig vor der Brücke.
Daten zur Geschichte von Hugenpoet:
1262
Der Abt von Werden erzwingt die Einrichtung eines Marstalls mit 12 Pferden und dreimal jährlich freier Verpflegung auf dem Rittersitz Nettlinghave (Vorgängerbau von Hugenpoet, jetzt "Gärtnerhaus").
1311
Die Herren auf Netelinghave werden vom Abt in Werden mit dem Schultenamt und von den Genossen der Laupendahler Mark mit dem Holzförsteramt belehnt, auch: Mühlenrechte am Laupenbach. Hof Laupendahl wird "Offenhaus" des Abtes und besteht aus Wirtschaftsgebäuden (im Tal) und einem Haus mit Wall und Graben auf der Höhe.
1314
Ritter Fleck von Hugenpoet wird mit Haus Netelinghoven belehnt.
1352
Johann von Hugenpoet, Sohn des Ritters Fleck (s.1314) mit Haus Hugenpoet belehnt.
1394
Erste Nennung von "Netelinghusen", dem Stammsitz für Hugenpoet. Johann im Hugenpote verkauft dem Pastor Arnd zu Kettwig zwei Morgen in den Lopenhelder Oye, ebenda wird die Rinderberger Mühle 1404 erwähnt.
1407
Reinhard d.Ä. folgt dem Daem (s.1400) als Herr auf Hugenpoet, in der Fehde mit der Stadt Köln von 1420 "Reynkin vamme Hugenpoit" genannt.
1478
Schloss Nettelinghave wird verbrannt.
1500.
Neubau des Schlosses Hugenpoet "einen Büchsenschuss von Netelinghoven": (Gärtnerhaus, jetzt Aug.Thyssen-Straße 57)
1560.
älteste Datierung eines Kamins aus Schloss Horst (1558-1567) in Hugenpoet: Lot-Kamin in der Eingangshalle mit Signatur DNW 1560, weitere Kamine bis 1578, ebenfalls DNW (Troja-Kamin)
1647
Joh.Wm. von Nesselrade und Anna v.Winkelhausen beginnen den Neubau Hugenpoet nach Kriegszerstörung 1633.
1696.
Treppenhaus in schwarzem Marmor, Wappen Nesselrode /Virmond.
1697. Abschluss der Bauarbeiten am Schloss Hugenpoet: Vereinigungswappen von Konstantin Erasmus von Nesselrode und Almara von Virmond.
1828
Elisabeth Augusta Märken, die letzte Nesselrode auf Hugenpoet, stirbt.
1831
Freiherr Friedrich von Fürstenberg auf Borbeck und Horst erwirbt Hugenpoet von Familie Märken und holt (um 1850) aus seinem Schloss Horst die Sandsteinkamine nach Kettwig.
1955
Umbau zum Schlosshotel.
Ausführliche Darstellung zu Hugenpoet und den Kaminen aus Horst in der Publikation des VHS-Heimatkreises (Engelhardt) 1982
