Bahnen im Ruhrtal


Die Bergisch-Märkische Bahngesellschaft hatte 1862 die Linie Essen-Steele-Dortmund eröffnet. An diese Linie wurde 1872 die Ruhrtalbahn Steele-Kupferdreh-Werden-Kettwig-Düsseldorf angeschlossen. Die Kettwiger Kastenbrücke baute Fa. Ruhrmann. 1876 wurde die Ergänzung der Ruhrtalbahn bis Mülheim-Styrum mit einer zweiten Eisenbahnbrücke in Kettwig angeschlossen, und erst 1877 gelingt wegen der schwierigen Führung durch das Steinkohlengebirge (Tunnel Essen-Stadtwald) die Verbindung von Kettwig nach Essen Hbf. Für diese Strecke beantragt der Bürger der Landgemeinde Kettwig Friedrich Alfred Krupp 1889 die Einrichtung eines Privatbahnhofs für seine Gäste "Bahnhof Brdeney", heute Haltepunkt Essen-Hügel.

Mit dem Bau der Ruhrtalbahnen und ihrem Anschluss an die Prinz-Wilhelm-Bahn, an Henrichshütte und Vereinigte Pörtingssiepen (Hespertalbahn) kommt die Ruhrschiffahrt zum Erliegen. Erst 1926 erhält Kettwig einen weiteren Bahnanschluss mit der Linie nach Heiligenhaus-Velbert-Wülfrath-Vohwinkel. Der Bau einer Kalkbahn von Rheinwestkalk Wülfrath nach Kettwig vor der Brücke bleibt im Projektstadium stecken.

Von allen diesen Bahnanschlüssen besteht nur noch die S-Bahn-Linie S6 von Essen über Kettwig nach Köln Hbf.

 

Modell des Kettwiger Bahnhofs, gefertigt von W. Igelbusch

Weitere Informationen über die Geschichte der Ruhrtalbahn in Kettwig finden Sie auf der Homepage von Günter Voss unter freenet-homepage.de/ruhrtalbahn-kettwig/index.html